Wenn Sie mal wieder denken: „Die Welt sollte davon erfahren!“​

Der Blick in die Online-News, die Zeitung aufschlagen, den Fernseher an. Wenn es da jetzt um Sie ginge, um Ihre Marke, Ihr Anliegen…? Schließlich sind Sie richtig gut und Sie haben etwas, das alle brauchen. Oder ein Anliegen, das alle hören sollten. Sie wollen in die Zeitung, ins Fernsehen, in Fach- oder Regionalmedien. Sie wollen von der Politik oder von NGOs wahrgenommen werden.

Um in den Medien und in der Öffentlichkeit stattzufinden brauchen Sie Glück und Verbindungen – oder Sie helfen ein bißchen nach. Dafür brauchen Sie jemanden, der Ihnen dabei hilft. Lassen Sie uns über Ihr Business sprechen, eine Story daraus destillieren und dann bringe ich diese Story mit den richtigen Worten zu den richtigen Leuten, die eine gute Geschichte zu schätzen wissen. Das Ergebnis ist echte Berichterstattung über Firmen oder Produkte, die diese Aufmerksamkeit verdienen.

Das erfordert Einsatz, Empathie und Kreativität. Das können Sie von mir bekommen, projektweise oder dauerhaft.

Ihre Reaktion auf diesen Text ist vielleicht „PR machen wir selbst“ oder „Wir haben da schon jemanden“.

Und wie läuft das so?

„Gut“? – Glückwunsch. Alles richtig gemacht!

„Könnte besser sein“? – Rufen Sie mich an.

Eine wahre Weihnachtsgeschichte über Paketzustellung

Hamburg in Angst. Ausgerechnet in der Vorweihnachtszeit entdecken immer mehr Menschen geheimnisvolle Kugelschreiber-Markierungen an ihren Türklingeln oder Briefkästen. Bald kommt der Verdacht auf, es handele sich um sogenannte „Gauner-Zinken“, mit denen Verbrecher untereinander kommunizieren und lohnende Objekte markieren.

Die Hamburger Morgenpost am 12. Dezember 2019

Die alarmierte Polizei geht der Sache nach und befragt dabei Hausbewohner, Passanten und Zusteller. Dabei kommt erstaunliches heraus: Die rätselhaften Zeichen dienen tatsächlich der Kommunikation und es geht dabei auch (wie vermutet) darum, in welchem Haushalt wann jemand anzutreffen ist.

Doch die Urheber der Markierungen wollen nichts klauen, sie wollen etwas bringen: Pakete.

Die immense Arbeitsbelastung der Paketzusteller ist ein längst bekanntes Problem, das durch das stark ansteigende Sendungsaufkommen stetig verschärft wird. Die Industrie versucht deshalb, den Aufwand pro Paket zu minimieren: Paketbriefkästen, Abendlieferungen und Packstationen sollen das Scheitern von Zustellversuchen verhindern und den Zustellern Zeit und Wege sparen.

Und während die KEP-Branche seit Jahren über die Digitalisierung der letzten Meile grübelt, passiert das, was immer passiert, wenn ein System in der Praxis nicht oder nicht optimal funktioniert: Es entstehen kreative Lösungen. Die Kurierfahrer helfen sich selbst und kommunizieren per analogem Kugelschreiber.

Ich durfte in den letzten Jahren schon mehrmals Paketzusteller auf ihrer Tour begleiten und jedes Mal habe ich dabei sehr viel gelernt: Wie hart dieser Job ist, wie geduldig und wie gewissenhaft die Zusteller ihn ausüben und dass der tatsächliche optimale Workflow oft erheblich von dem abweicht, was sich schlaue Vorgesetzte so ausdenken

Ich kann allen Managern, Beratern und Softwareentwicklern nur raten: Beobachten Sie die Leute, die die tatsächliche Arbeit an der Front machen. Beobachten Sie sie mit Empathie, ehrlichem Interesse und Demut. Lernen Sie von ihnen.

Passenderweise bin ich genau jetzt wieder dabei, einem Startup an den Start zu helfen, das die letzte Meile revolutionieren will. Die Geschichte von den „Kurier-Zinken“ bestärkt mich darin, dass wir dabei nicht nur der Industrie und den Paketempfängern zuhören müssen sondern vor allem den Zustellern.

Wenn Sie Anfang 2020 zu den ersten gehören wollen, die erfahren, worum es bei diesem neuen Startup geht, sagen Sie gerne Bescheid.

Bis dahin wünsche ich eine schöne Adventszeit, nicht zu viel Streß, gute Geschäfte und … denken Sie an eine kleine Aufmerksamkeit für Ihre fleißige Zustellerin oder ihren fleißigen Zusteller. 😉

Hier geht’s zum Artikel in der Hamburger Morgenpost

Storytelling, was soll das überhaupt?

Wieder so ein Buzzword, dieses „Storytelling“. Aber es beschreibt keinen flüchtigen, neuen Trend – und es gibt keine Alternative, wenn man Menschen erreichen will. Menschen funktionieren nur mit Geschichten. Oder wie der US-Autor Jonathan Gottschall schon 2012 bemerkte: Geschichten machen uns erst menschlich, sie sind der Unterschied zwischen Mensch und Tier.

Also ganz gleich, wie man es früher nannte oder wie man es morgen nennen wird – Eine Marke (ein Unternehmen, Produkt, eine Person oder politische Bewegung) ist kein Haufen Fakten sondern existiert in der Wahrnehmung des Betrachters. Ich bin, was du über mich denkst.

Man kann nicht nicht kommunizieren und man kann demnach auch nicht keine Story haben. Wer es nicht schafft, das Publikum mit einer eigenen Geschichte zu überzeugen, über den gibt es trotzdem Geschichten, die er nicht kontrollieren kann und die ihm vielleicht nicht gefallen oder sogar schaden. Dann ist er der Billiganbieter, der Nachmacher, der Möchtegern oder die Klientelpartei. Oder irgendjemand, an den man sich nicht erinnert.

Wer ein Produkt geschaffen hat und davon überzeugt ist, der spricht sehr gerne darüber, wie es entstanden ist, welche Cleverness dahintersteckt und wie unglaublich vielseitig und leistungsfähig es ist. Das ist alles berechtigt und dennoch hat es bei potentiellen Kunden oder Partnern oft nicht die erwünschte Wirkung; es schafft keine Begeisterung.

Storytelling setzt genau dort an und spricht deshalb nicht unbedingt über das Produkt. Stattdessen vermittelt man dem Kunden einen Eindruck, wie er sich mit dem Produkt fühlen wird und wie sich sein Leben dadurch ändern wird.

„Was bringt mir dieses Produkt? Wie verändert es meinen Job, mein Leben?“

Storytelling erfordert Empathie, also eine genaue Analyse der Situation und der Bedürfnisse des Gegenübers. Wenn Sie einem Kunden Ihre Business-Software verkaufen wollen, dürfen Sie nicht davon ausgehen, dass sein erklärtes Ziel „Software kaufen“ ist. Er hat in seiner Abteilung zu wenig Personal und zu viele Überstunden, seine Projekte geraten ins Stocken. Er will diese Probleme gerne lösen und dafür dann von Kollegen und Vorgesetzten Anerkennung erhalten. Wenn wir ihm glaubwürdig vermitteln, dass unser Produkt sein Leben positiv verändern kann, haben wir sein Interesse geweckt.

Deshalb sagen wir in unserer Kommunikation nicht einfach, wie komplex, aufwendig und performant die Software ist, sondern wir erzählen, wie sie Mitarbeitern mehr Zeit für andere Aufgaben gibt. Wir erzählen nicht nur wie das Produkt ist, sondern wie es das Leben von Menschen verändert. Und dabei haben wir nichts erfunden, wir haben nur eines der vielen Dinge, die man über das Produkt sagen könnte, ausgewählt und erzählt. Hätten wir es nicht getan, gäbe es trotzdem Storys, die in den Köpfen des Publikums entstanden wären und auf die wir keinen Einfluß hätten: „Irgendwas mit KI“, „Die sehr komplizierte Software“ oder „Die sicher ganz tolle Software für deren Einführung mir aber die Kapazitäten fehlen“.

Wie gesagt, man kann nicht keine Story haben. Man kann sich nur entscheiden, ob man sie selber bestimmt, oder ob man sich der Fantasie des Publikums ergibt – mit unbestimmtem Ausgang.

Wenn Sie Beispiele für angewandtes Storytelling sehen wollen, schauen Sie sich gerne in meinem Portfolio um.